Willkommen

in der ev. integrativen Kindertagesstätte
und Familienzentrum Hünxe

 

Der Weg von der Exklusion ( Ausschliessung, Ausgrenzung ) bis zur Inklusion war lang und hat sich über viele Jahre entwickelt.

Während man bis vor einigen Jahrzehnten vorrangig die Exklusion lebte, war der Begriff der Integration ein Meilenstein der uns in die Inklusion führte.
Die Exklusion umfasste den Blick auf einen Ausschluss bestimmter Menschengruppen wie z.B. Menschen mit Behinderung, Frauen, Kranke, Einwanderer, Menschen mit anderer Hautfarbe, usw. aus der Gesellschaft. Die soziale und politische Teilhabe an der Gesellschaft wurde ihnen komplett verwehrt, selbst Grundrechte standen ihnen nicht zu.

Der Wandel der Gesellschaft machte es unumgänglich die soziologische Sicht auf die Exklusion neu auszurichten.

Die Integration ( lateinisch integratio = Erneuerung ) widersprach den Prinzipien der Exklusion komplett und forderte einen Einbezug von Menschen, die bis dahin aus den unterschiedlichsten Gründen von der Gesellschaft ausgeschlossen waren. Diese Menschengruppierung fasste man in Sondergemeinschaften zusammen und stellte sie zwar seperiert als kleine Gruppe in die Gesellschaft, dennoch isoliert. Die Integration als sehr dynamischen, differenzierten und lange andauernden Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens führte die Gesellschaft endlich zur Inklusion.

Die Inklusion öffnete der Gesellschaft den Blick, Menschen aufgrund verschiedenster Beeinträchtigungen, Herkunft, Religion, Aussehen, usw. nicht mehr zu seperieren. Der Sinn der Inklusion ( lateinischen includere = umfassen, einbeziehen ) ist es das Umfeld so einzurichten, das es jedem Menschen möglich ist jederzeit eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu haben.

Eine Inklusion ist erst dann verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft kompromisslos akzeptiert wird und die Möglichkeit hat sich barrierefrei und im vollem Umfang an ihr teilzuhaben und aktiv teilzunehmen.

Jedes Mitglied der Gesellschaft hat das Recht auf Gleichwertigkeit, in der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Recht auf Inklusion festgeschrieben.
Geschrieben Michaela Sillmann

Inklusion im Praxisalltag

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen ein Recht auf Förderung haben , ob mit oder ohne Beeinträchtigung.

Im Vorfeld ist es wichtig, dass wir so viel , wie möglich über jedes einzelne Kind erfahren wie zum Beispiel was es gerne spielt , welche Vorlieben es hat etc. Dies ist nötig um ein gutes Eingewöhnungskonzept zu entwickeln. Der Austausch im Team / Gruppe ist daher ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit. Jeder von uns weist einen anderen Blick auf jedes einzelne Kind auf.

Als ersten Schritt, vermitteln wir jedem Kind, das es angenommen und wertgeschätzt wird. Es spielt dabei keine Rolle, ob ein Kind eine Beeinträchtigung, eine Behinderung oder irgendwelche Defizite aufweist. Jedes Kind hat seine Eigenheiten , auf die wir Individuell eingehen . Der Punkt der Inklusion, liegt darin, dass wir es gemeinsam tun und so wenig wie möglich isoliert in der Einzelarbeit.

In jeder Gruppe sind viele unterschiedliche Kinder , für die es alle ein " wir " gibt ...Wir sind eine Gruppe, wir sind ein Team und wir halten zusammen.

Unser Team zeigt Empathie , fördert und ermöglicht jedem Kind seine Entwicklung im eigenem Tempo zu absolvieren. Wir fördern nicht nur in den schwächeren Bereichen , sondern unterstützen auch die Vielfalt der Möglichkeiten jedem Einzelnen.

Meine Aufgabe , als zusätzlicher Fachkraft besteht darin, die Kinder mit den sogenannten Fink stunden ( Förderung der Inklusion in Kindertageseinrichtungen ) in einem zusätzlichem Angebot individuell zu fördern .Dies geschieht hauptsächlich im Gruppenalltag an drei Tagen die Woche.

Es gibt viele Bereiche in denen wir fördern , fordern , unterstützen und erarbeiten. Hiermit möchte ich einen kleinen Ausschnitt von meiner Arbeit in diesem Kita Jahr präsentieren.

In diesem Jahr lag der der Schwerpunkt bisher auf... Körper , Gefühle , Emotionen , Wahrnehmung , Sinne , Feinmotorik , Farben , formen , zahlen lehre , sowie Ausdauer und Konzentration .

kleine Beispiele...

- eigene Spiele werden erarbeitet, gebastelt und bespielt
auch hier gilt die Gruppenzugehörigkeit aller Kinder. Wir profitieren von jedem einzelnen Kind in unseren Aufgaben. Dennoch besteht die Möglichkeit in Einzel oder kleinerer Gruppenarbeit im Therapieraum zu arbeiten , dies kann für den ein oder anderen ganz hilfreich sein, wenn er die ruhe vom Gruppenalltag benötigt oder sich eine Auszeit gönnt , um die eins zu eins Arbeit einfach zu geniessen.

- Die Fühlbox, sowie das Erbsenbad waren bisher ein Highlight in diesem Jahr. Die Kinder liebten es, ihren Sinnen freien lauf zu lassen und zu ertasten , was sich in der box verbirgt.
- auch der Therapie-spiegel mit dem Rasierschaum , gerade für die jüngeren Kinder galt als Entdeckungsreise und als etwas ganz besonderes.
- aber auch ernstere Themen, wie unsere Gefühle zu entdecken und erforschen , war spannend ... und brachte uns Spass und Freude.... unsere selbstgemachte Knete wurde zu fröhlichen, traurigen und auch zu ängstlichen Gesichtern geformt und beschrieben.

Inklusion kann funktionieren, wenn sie gelebt wird und daher wünschen wir uns , schnellstmöglich unseren Kita Alltag zurück.

Nadine Booms

Was ist eigentlich Partizipation und wie wird es in unserer Kita umgesetzt?

Partizipation bedeutet im Bezug auf den Alltag im Kindergarten, dass die Kinder in Entscheidungsprozesse und Ereignisse, welche das Zusammenleben betreffen, miteinbezogen werden. Der Hintergrund bzw. das Ziel ist, dass die Kinder lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und zu äußern. Partizipation fördert Bildung und ermöglicht den Kinder Handlungskompetenzen zu entwickeln. Die Kinder lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Es umfasst im Allgemeinen, das Recht auf Teilhabe und Mitbestimmung.

„ Bis jetzt hing alles vom guten Willen oder der guten oder schlechten Laune des Erziehers ab. Das Kind war nicht berechtigt, Einspruch zu erheben. Dieser Despotismus muss ein Ende haben.“

( Janusz Korczak ) 

Partizipation wird in unserer Kita alltäglich praktiziert, indem das Team den Kindern Beteiligungsrechte einräumt und neue Wege eröffnet, ihren Kindergartenalltag zu gestalten und mitzubestimmen. Es ist wichtig, den Kindern aufmerksam zuzuhören, Sicherheit und Schutz zu bieten und ihnen den nötigen Respekt entgegenzubringen. Wichtig ist uns, dass wir den Kindern eine vertrauensvolle Atmosphäre bieten, ihnen aktiv zuhören, ihnen eigene Lösungswege zutrauen, Verantwortung zuteilen und jedem Kind die Möglichkeit geben, sich auf seine Weise einzubringen.

Beispielsweise gestalten die Kinder den Morgenkreis selber, indem sie sich gegenseitig aufrufen, Lieder aussuchen, selbständig den Kalender stellen und erzählen, was ihnen an dem Tag wichtig ist.  Auch haben die Kinder beim Essen ein Recht darauf zu entscheiden, was sie mögen und wann sie satt sind. Hier gibt es aber die Regel, dass die Kinder probieren und dann entscheiden können. Außerdem gestalten die Kinder die Turnstunden mit, können sich in Spielkreisen einbringen, können mitbestimmen, was sie anziehen und ob sie sich ausruhen wollen. Dies sind nur einige Beispiele aus dem Alltag.

Als Fazit ist zu sagen, dass Partizipation einen großen Themenbereich umfasst und dass eine ganze Reihe von Kompetenzen gefördert werden, die auf eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vorbereiten.

Geschrieben von Katharina Fuchs

 

Die Trocknungsarbeiten in unserer Einrichtung sind nun beendet. Zum Glück musste nun doch nicht der ganze Boden rausgerissen werden, sondern mit Hilfe von mehreren Trocknungsgeräten konnte der Boden und die Wände getrocknet werden. Die Trockengeräte und der Staubschutz wurden mittlerweile entfernt.

IMAG0918IMAG0921Nun warten wir auf den Beginn der Sanierungsarbeiten. Das bedeutet, dass bis jetzt provisorisch geflickte Loch muss repariert werden, die aufgerissen Stellen wieder verschlossen werden und die Wände müssen verputzt und gestrichen werden.

In diesem Zuge soll nun in allen Gruppen ein neuer Fußboden verlegt werden und alle Wände neu gestrichen werden. Auch wenn es noch viel Arbeit ist, hoffen wir doch, dass wir im Januar wieder zurück in unseren „Kindergarten“ können.

Wir möchten uns noch mal herzlich bei allen Eltern, den Kindern und der Kirchengemeinde bedanken, dass sie uns in dieser nicht immer so einfachen Zeit so gut unterstützen.

Bald ist es wieder so weit, für einige Kinder beginnt das letzte Jahr in der Kita. Schon lange warten und freuen sich die Kinder auf diesen Zeitpunkt, endlich in die Regenbogen Gruppe zu kommen.

Vorschularbeit fängt aber schon im ersten Kindergarten Jahr an. Neues kennenlernen, mutig sein, sich für ein paar Stunden von Mama und Papa trennen können, selbständig werden, Toilettengang, allein an und ausziehen z.Bsp. Matschkleidung. In Kontakt mit anderen Menschen kommen, bei Konflikten Hilfe holen od. schon selber lösen können. All das und noch viel mehr macht Schulfähigkeit aus.

Die Kinder haben 3 bis 4 Jahre Zeit dies in der Gemeinschaft mit den Kindern und Erzieherinnen zu lernen.

Nun zum letzten Kindergarten Jahr. Die Kinder kommen aus ihren Stammgruppen in die Regenbogen Gruppe, Sie kennen sich zwar durch die gemeinsame Kita Zeit, doch sie lernen sich jetzt noch mal neu kennen, sie sind jetzt „die Großen". Nun ist es wichtig, dass sie Verantwortung übernehmen können, sich selbst und Anderen gegenüber und Dingen gegenüber übernehmen können. Regeln und Verhaltensweisen werden noch mal gemeinsam erarbeitet und neu festgelegt. Zunächst aber geben wir den Kindern Zeit sich einzugewöhnen und kennen zu lernen.

Das letzte Kindergarten Jahr richtet sich thematisch an die 4 Elemente: Feuer Wasser Luft und Erde. Auch die 4 Jahreszeiten mit ihren religiösen Festen nehmen thematisch Einfluss. Die Inhalte der Themen Schwerpunkte werden wir mit den Kindern gemeinsam erarbeiten, Sie können auch eigene Erfahrungen mit einbringen u d z. Bsp. Experimente selber aussuchen. Unser Ziel ist es, dass die Kinder nun selbständig die Themen Schritt für Schritt erarbeiten können. Vieles werden sie auch in Kleingruppen erarbeiten. Das letzte Kindergarten Jahr soll nochmal etwas Besonderes sein, das heißt auch Ausflüge stehen auf dem Programm. Da kommt es nun auf Ihre Mithilfe als Eltern an. Wenn wir Ausflüge mit einem entfernten Ziel machen möchten , bitten wir Sie Fahrgemeinschaften zu bilden und uns so zu unterstützen.

Nun freuen wir uns auf ein letztes gemeinsames Jahr mit Ihren Kindern

Geschrieben von Beate Wolf

 

Am Montag, den 28.10. in der Zeit von 13.30 Uhr- 15.00 Uhr fand ein Herbstfest für die Kinder statt.

Im Vorfeld haben sich aus jeder Gruppe zwei Kinder mit Nicole, Katharina und Natalie zusammen gesetzt, um das Fest zu planen. Gemeinsam haben die Kinder überlegt, was sie an diesem Tag machen möchten. Schnell stand fest, dass man  mit einem gemeinsamen Kreis anfangen soll und natürlich sollten dabei auch Herbstlieder gesungen werden.

Dann gab es verschiedene Stationen an denen die Kinder teilnehmen konnten. In der gelben Gruppe konnte getanzt werden, im Ruheraum gab es die Möglichkeit einer Herbstgeschichte zu lauschen und die rote Gruppe wurde zu einem Kreativraum umgewandelt. Dort konnte man Kastanienfiguren basteln oder einen Blätterdruck machen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt mit verschiedenen leckeren Sachen.

Zum Abschluss versammelten sich die Kinder in der Regenbogengruppe. Dort war ein Garten mit einer Hundehütte aufgebaut und die Kinder waren ganz überrascht zwei Hunde zu sehen, die ganz viel Ähnlichkeit mit Katharina und Natalie hatten. In einem kleinen Theaterstück konnten sie die Geschichte von Helmut und Igor und wie sie Freunde wurden verfolgen. Mit einem Abschlusslied wurde dann das Fest beendet.